Fisch-Verkauf im Olivar-Markt. | Jonas Martiny

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Wer kein Problem damit hat, wenn sich beim Kochen Schwaden heißen Frittierfetts ausbreiten, der kann auf Mallorca auch heute noch eine Fischmahlzeit zubereiten, ohne dafür sein monatliches Budget überzustrapazieren. Zugleich handelt es sich um eines der typischsten aller spanischen Gerichte, das mit etwas Liebe zubereitet auch noch ziemlich gut schmeckt. Es geht um frittierten Fisch. Besonders gut geeignet dafür sind neben jungem Seehecht (Lluç) und Schnauzenbrasse (Gerret) vor allem Sardinen (Sardina) oder Sardellen (Boquerón), die man im Ganzen schon für wenige Euro pro Kilo auf Mallorcas Märkten bekommt. Auch ausgenommen und filetiert kosten sie nur wenig mehr. Man sollte sie panieren, in heißem Öl ausbacken und mit etwas Zitrone beträufelt servieren. Ein besseres Preis-Leistungsverhältnis gibt es auf der Insel nicht, was Fisch und Meeresfrüchte angeht.

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Aber es gibt weitere Beispiele für heimische Fischarten, die keineswegs teuer und – richtig zubereitet – doch sehr schmackhaft sind. Und es muss gar nicht immer eine fettige Angelegenheit sein. Das gilt etwa für Rochen (Raya) und den Grauen Glatthai (Mussola), die sich hervorragend zum Kochen beziehungsweise Dünsten eignen. Auch die Goldmakrele, deren Fangzeit allerdings gerade zu Ende gegangen ist, gehört zu den günstigen Speisefischen. Hier sollte man darauf achten, sie keinesfalls zu lange zu garen, da sie sonst schnell hart und trocken wird.

Insgesamt werden auf den Balearen 70 Arten Fisch und Meeresfrüchte zur kommerziellen Vermarktung gefischt. Für alle Arten gelten bestimmte Fangbeschränkungen, Schonzeiten und Mindestgrößen. Auf den Märkten findet man neben frischem, lokalem Fisch auch gefrorene und gekühlte Importprodukte, sowie Zuchtfisch – jeweils entsprechend gekennzeichnet.