Regenfälle helfen, reichen aber nicht aus

| | Palma de Mallorca |
Voll sieht anders aus: Noch immer ist der Stausee Gorg Blau auf Mallorca erschreckend leer.

Voll sieht anders aus: Noch immer ist der Stausee Gorg Blau auf Mallorca erschreckend leer.

Foto: Redacción Local

Die Regenfälle der vergangenen Tage lassen ein wenig aufatmen: Palmas Stadtwerke "Emaya" können weiterhin Wasser aus den Stauseen Gorg Blau und Cúber in die Inselhauptstadt leiten. Zuvor war befürchtet worden, dass die Zufuhr von den Seen angehalten werden müsse, da sie so gut wie leer waren.

Gebannt ist die angespannte Wassersituation auf Mallorca jedoch nicht. Zum Vergleich: Am vergangenen Montag waren die Stauseen zu 27 Prozent gefüllt, vor einem Jahr um diese Zeit waren es 43 Prozent gewesen. Momentan liefern die Seen nur zwölf Prozent des Wassers, das in Palma benutzt wird, im Oktober 2015 waren es noch 40 Prozent.

Auch deshalb hat "Emaya" nun die gleichen Mengen an entsalzenem Wasser eingekauft, wie vor den Regenfällen der vergangenen Tage geplant war. 48,8 Prozent des Gesamtkonsums der Inselhauptstadt werden derzeit durch Wasser aus der Entsalzungsanlage beschafft, im vergangenen Jahr wurde überhaupt nicht auf diese kostspielige Maßnahme zurückgegriffen. (somo)

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Megachecker / Vor über 3 Jahren

Frage mich, warum jedes Hotel mindestens einen Pool haben muss. Ich fliege vor allem wegen dem Meer nach Mallorca. Im Hotel genügt mir eine Dusche!

m.sastre / Vor über 3 Jahren

Eine grundsätzliche Lösung hat aber weiterhin niemand anzubieten. Man hofft stattdessen, wie üblich, auf bald einsetzende, möglichst umfangreiche Regenfälle und auf die Funktionsfähigkeit der Meerwasserentsalzung, die aber in vielen Bereichen, insbesondere der Landwirtschaft zu enormen Produktionskostenerhöhungen führen wird, die von irgendjemandem übernommen werden müssen. Soll die mallorquinische Landwirtschaft nicht vollkommen wettbewerbsunfähig werden wird es auch hier einige Änderungen geben müsen, hin zu anderen Anbaumethoden oder anderen Produkten.