Rekord auf Balearen: Fast 200 Migranten auf 13 Booten in wenigen Stunden

| | Mallorca |
Dieses französische Schiff brachte zahlreiche auf See gerettete Migranten nach Palma.

Dieses französische Schiff brachte zahlreiche auf See gerettete Migranten nach Palma.

Foto: Ultima Hora
Dieses französische Schiff brachte zahlreiche auf See gerettete Migranten nach Palma.Blick auf eines der Flüchtlingsboote.Hubschrauber im Einsatz über Küste von Mallorca.

In der Nacht zum Dienstag sind so viele illegale Migranten auf Booten in die Gewässer unweit von Mallorca und den Nachbarinseln gelangt wie nie zuvor in einem so kurzen Zeitraum. Laut offiziellen Angaben der Vertretung der spanischen Zentralregierung in Palma wurden 13 sogenannte "Pateras" mit fast 200 meist aus Algerien stammenden Insassen entdeckt. Zehn wurden im Umkreis von Mallorca aufgespürt, eine vor Formentera und zwei weitere vor Ibiza.

Ein Schiff der französischen Marine rettete 60 Seemeilen südlich vom Cap Salines (Santanyí) allein 55 Personen von vier Booten. Diese Menschen sollten im Verlauf des Dienstags auf Schiffen des Seenotrettungsdienstes Salvamento Marítimo in den Hafen von Palma gebracht werden. Auch die Guardia Civil ist in dieser Angelegenheit im Einsatz.

Die Besatzung eines weiteren französischen Schiffs nahm auf drei weiteren "Pateras" befindliche 40 Migranten auf und brachte sie in den Hafen von Palma.

Darüberhinaus wurden am frühen Dienstagmorgen zwei weitere "Pateras" mit fünf beziehungsweise neun Insassen von Beamten der Guardia Civil in der Cala Llombards und vor Colònia de Sant Jordi entdeckt. Später wurden zehn Migranten an Land in Campos und Santanyí aufgespürt und festgenommen. Zwei andere Boote wurden in der Cala Santanyí und in Vallgornera bei Cala Pí gefunden, hinzu kommen noch weitere zwei vor Ibiza, die dort am Dienstag anlandeten.

Ein weiteres Flüchtlingsboot mit neun Insassen wurde vor Formentera entdeckt. (it)

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Sina Behrens / Vor 1 Monat

@bluelion / Vor etwa 21 Stunden

Liebe MM Redaktion, woher wissen sie, daß es Migranten sind und keine Flüchtlinge oder Asylsuchende. Ich denke, daß die richtige Begrifflichkeit in der Berichterstattung enorm wichtig ist.

So ist es! Ein Flüchtling ist jemand, der in einem EU Land als Flüchtling einen "Flüchtlingsstatus" erhalten hat und somit temporär im Land bleiben darf!

Und genau das steht nicht fest bei diesen Migranten.

Metti / Vor 1 Monat

Michael Düsseldorf: sind dir persönlich also die Flüchtlingsströme lieber? Weil, mit zB. Assad, bleiben sie. Wäre sowas wie eine Demokratie etabliert worden, ohne Assad, würden die Menschen dort bleiben. Das Problem ist vor Ort zu lösen und sollte nicht in ein Drittland ausgelagert werden.

Adriano / Vor 1 Monat

Unter dem Schutzschirm um Asyl zu ersuchenden verbergen sich oft auch Menschen die wegen ihrer Straftaten gesucht werden . Das liehst man aber nur ganz klein geschrieben in irgend einer Ecke der Zeitung !!

Michael Düsseldorf / Vor 1 Monat

@Metti. Ja, Assad ist an der Macht. Wäre er es nicht, wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit der IS. Besser? Einen Blick auf Lybien richten: War es für die Bevölkerung dort vor oder nach al Ghadaffi besser?

bluelion / Vor 1 Monat

Liebe MM Redaktion, woher wissen sie, daß es Migranten sind und keine Flüchtlinge oder Asylsuchende. Ich denke, daß die richtige Begrifflichkeit in der Berichterstattung enorm wichtig ist. Vielleicht ein kleiner Definitionshinweis des UNHCR: Flüchtlinge können nicht ohne schwerwiegende Gefahr für Leib und Leben in ihr Heimatland zurückkehren. Sie erhalten nur dann einen Flüchtlingsstatus, wenn sie vor individueller Verfolgung fliehen, z. B. wegen ihrer politischen Meinung oder Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit. Fliehen sie vor bewaffneten Konflikten wie Bürgerkriegen, bekommen sie oftmals leider eine vorläufige Aufnahme. Asylsuchende sind Menschen, die um Asyl – also um Schutz vor Verfolgung oder Gewalt – ersuchen. Ihr Asylverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Mit dessen Hilfe wird festgestellt, ob es Gründe gibt, warum sie nicht in ihr Herkunftsland zurückkehren können und daher Asyl benötigen. MigrantInnen verlassen ihre Heimat, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern oder aus familiären Gründen. In der Regel können sie in ihre Heimat zurückkehren, manchmal sind sie aber auch auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ich stelle mir daher die Frage, woher sie wissen, daß Migranten angekommen sind?

Arminius / Vor 1 Monat

Lasst sie alle kommen, ja ich hoffe sogar es werden noch viel mehr! Wir sollten alle aufnehmen bis zur Selbstaufgabe aller Dinge und Werte die wir haben! -Das scheint die einzige Möglichkeit zu sein das der deutsche Michel die Situation erkennt und seinen Arsch hochbekommt und mal was tut, auch wenn dies unschöne Bilder bedeutet....

Christel von der Post / Vor 1 Monat

Einigen Kommentatoren hier wäre es wohl lieber gewesen, dass, wenn es die Jungs schon bis nach Mallorca schaffen, sie ohne ihr Boot an den Strand gespült worden wären. Meines Erachtens ist das auch ein Ergebnis völlig verkorkster Flüchtlings-/Migrationspolitik in Deutschland, denn ich denke nicht, dass die meisten vorher schon so drauf waren.

Schäfflertanz / Vor 1 Monat

Zahlende Touristen bringen den Balearen doch weitaus mehr! Obwohl, jetzt stehen ja viele Ferienwohnungen leer! „Wir haben Platz“ müßte auch in Spanien das Motto sein! Leute aus Lesbos, Samos, usw.! Kommt alle hier her! Besser jedoch die einheimischen Griechen! Wenn schon! 😉

Holly / Vor 1 Monat

An alle , jeder hat das recht sich auf die reise zu machen!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wer das anzweifelt, ..........

Clara / Vor 1 Monat

Hat sich herumgesprochen, dass viele Zimmer frei sind auf Mallorca. Da braucht man wenigstens kein Horrorlager wie auf Lesbos errichten. Menschenwürdige Unterkunft ist also gesichert.