3000 Euro Geldbuße wegen Tierarztbesuch während Ausgangssperre

| | Palma, Mallorca |
Adrián mit Schäferhundmischling Mischa.

Adrián mit Schäferhundmischling Mischa.

Foto: UH

Weil ein Vater seinen Hund während des Alarmzustands gemeinsam mit seinem Sohn zum Tierarzt gefahren hat, sollen beide nun 3000 Euro Geldbuße zahlen. Mika, ein 18-jähriger Schäferhundmischling, litt an einer Flüssigkeitsansammlung in der Herzgegend. Auf der Fahrt zum Veterinär wurden Vater und Sohn bei einer Verkehrskontrolle von der Guardia Civil angehalten.

Der Vorfall ereignete sich am 17. April. Das Duo zeigte dem Beamten die Papiere des Hundes und die Erlaubnis, ihn operieren zu lassen. Der Polizist verhängte eine Geldstrafe, ließ beide dann weiterziehen. "Wir dachten nicht, dass wir die Summe tatsächlich zahlen müssten", erklärt Vater Juan José G. Monate später flatterte aber ein Bußgeldbescheid von je 1.500 Euro, wegen "ungerechtfertigten Fahren zweier Personen im selben Fahrzeug" ins Haus, gegen den er Widerspruch eingelegt hat. Nach Ansicht der Guardia Civil war die Begleitung des Hundes durch zwei Personen nicht notwendig.

Mika musste schließlich wegen seiner schweren Erkrankung eingeschläfert werden. "Wir haben die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten und gehören noch dazu zur selben Familie", sagt Juan José. "Wir machen uns große Sorgen, denn mein Vater ist in Kurzarbeit, ich habe gerade einen Job gefunden. Für uns ist es schwierig, die Geldbuße zu zahlen", sagt Sohn Adriàn.

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Metti / Vor 1 Monat

Stefan Meier: was soll die Diskussion: Du schreibst, man sollte was gegen Trinkgelage, etc machen. In Deutschland wird da auch nicht riguros vorgeganen. Du mißt mit zweierlei Maß: In Deutschland sind für dich viele Dinge in Ordnung die du zeitgleich hier ankreidest. Wie für viele scheind auch für dich Deutschland das Maß aller Dinge zu sein....

Stefan Meier / Vor 1 Monat

@Dorle Herr Meier, soviel Zeit muss sein!

Majorcus / Vor 1 Monat

An den Inhalten der Kommentare erkennt man die Vernunft der Editierenden ...

wala / Vor 1 Monat

@Christel Könnte es sein, das der Vater keinen Führerschein hat? Und haben Sie eine Glaskugel, aus der Sie beurteilen können, wie "gebrechlich" der Vater ist? Und wenn man über Jahre einen Haustier hat, dem es offensichtliche schlecht geht, und die Frage gestellt wird: Einschläfern, will man da nicht bei seinem Tier sein?

Was hier alles so abgesondert wird, speziell Ihr Kommentar!

Christel von der Post / Vor 1 Monat

@Michel...den Schmerz kannst du dir ersparen, denn wenn du auch beim Lesen denken würdest, hättest du gemerkt, dass ich nichts dazu gesagt habe, ob ich die Vorgaben logisch, gut oder sonst was fand. (btw Ich fand sie nicht wirklich logisch!) ...aber so waren nun mal die Regeln, klar und deutlich. Und der Satz hier des Vaters sagt doch schon sehr viel aus: " "Wir dachten nicht, dass wir die Summe tatsächlich zahlen müssten", erklärt Vater Juan José G."

Stefan Meier / Vor 1 Monat

@Metti Dass diese Regel unsinnig war, haben sie in Madrid dann auch schnell gemerkt und auch geándert. Was soll die Diskussion? Jeder kann selbst entscheiden, welche Gesetze richtig sind und nur die muss ich befolgen?

Jose / Vor 1 Monat

Völliger Unsinn diese Multa! Ich fahre wann ,wie, und mit wieviel Personen im Auto mit meinem Hund zum Tierarzt! Egal ob eine völlig idiotische Ausgangssperre herrscht, oder herrschte! Niemand verbietet mir das! NIEMAND!! Die Ausgangssperre war sowieso illegal, ebenso wie die Multas! Ich hoffe das die Familie nicht bezahlt, oder zahlen muss! Wenn ja, einen Vergleich anbieten, und die Multa mit 50 Cent im Monat abbezahlen! Und an alle hier ,die die Multa befürworten: Kommt mal klar, und denk etwas nach! Ich jedenfalls wünsche der Familie ein gutes Ende bei der Sache!

Dorle54 / Vor 1 Monat

Ich glaube, ich habe mich nicht verständlich ausgedrückt @ Meier, es ist manchmal eben nicht möglich, allein mit einem kranken Hund zum Tierarzt zu fahren, ich weiss, wovon ich rede, ich hatte 17 Jahre einen Hund. Ich bin immer noch der Auffassung, die Guardia Zivil hätte, wenn sie denn gewollt hätte, anders reagieren können. Das hat beileibe nichts mit der aktuellen Situation zu tun.

Veit / Vor 1 Monat

Ja, darin sind die Behörden hier gross. KOmplettes Versagen und dann sofort multas verteilen. Einfach nur erbärmlich, ich schäme mich, hier zu wohnen.

Metti / Vor 1 Monat

Stefan Meier: Gruppengekutsche, Trinkgelage, Maske unterm Kinn, bzw gar keine Maske..DAS haste in Deutschland auch. Wird da hart durchgegriffen?...Nein. Ein Bürgermeister in Deutschland überlegte doch ernsthaft eine große Freifläche anzumieten...damit mit Abstand weiter gefeiert werden kann. Aber klar, ist natürlich GANZ etwas anderes,wenn man das in Deutschland macht. In dem Fall und unter den Vorraussetzungen ist die Frage, warum zu zweit gefahren worden ist..oder ob der Tierarzt nicht hätte den Hund holen können?