Anwohner in Pollença machen Front gegen Abwasser am Strand

| | Pollença, Mallorca |
Einer der von den Nachbarn dokumentierten Schmutzwassereinleitungen am Strand von Pollença.

Einer der von den Nachbarn dokumentierten Schmutzwassereinleitungen am Strand von Pollença.

Foto: ultimahora.es

Entnervt, darauf zu warten, dass das Einleiten von Schmutzwasser ins Meer aufhört, hat eine große Gruppe von Anwohnern in Port de Pollença beschlossen, ein Bankkonto zu eröffnen. Mit den einzusammelnden Geldern wollen sie Proben und Analysen der Wasserqualität finanzieren - und zwar jedesmal dann, wenn der Verdacht auf eine Einleitung von Fäkalgewässern ins Meer aufkommt.

Auf diese Weise wollen sie Druck auf den Gemeinderat ausüben, endlich die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, berichtete die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Samstag. In der Inselgemeinde gibt es seit Jahren ein wiederkehrendes Abwasserproblem an einigen Strandabschnitten.

Die jüngsten Analysen der Bewohner gehen auf das vergangene Wochenende zurück. Die Proben, die den Angaben zufolge an den Stränden von Llenaire und Albercuix gesammelt worden waren, wiesen eine hohe Belastung durch Fäkalien auf.

Pollenças Bürgermeister Tomeu Cifre stellte die Gültigkeit der Nachbarschaftsproben in Frage. "Wenn Sie nicht von einem Beamten begleitet werden, ist es unmöglich, mit Sicherheit zu wissen, woher die Probe stammt, besonders bei einem so politisierten Thema wie diesem", sagte er an die Adresse der Protestinitiative.

Der Alkalde betonte: "Nach den von der Regierung durchgeführten Analysen ist das Wasser zum Baden geeignet. Aber wir wissen, dass es Probleme gibt, und wir arbeiten daran, die Ursache zu finden und das Abwassersystem schrittweise zu erneuern", fügt er hinzu.

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Hajo Hajo / Vor 5 Monaten

Zitat = "Pollenças Bürgermeister Tomeu Cifre stellte die Gültigkeit der Nachbarschaftsproben in Frage. "Wenn Sie nicht von einem Beamten begleitet werden, ist es unmöglich, mit Sicherheit zu wissen, woher die Probe stammt, besonders bei einem so politisierten Thema wie diesem", sagte er an die Adresse der Protestinitiative." --- Der Mann hat vollkommen recht.

rocco / Vor 5 Monaten

Alle Kläranlagen heissen dort "Mittelmeer", denn für Neue gab's keine Mittel mehr - ganz gegenteilig, denn es muss so gar Geld zurück bezahlt werden nach Madrid.

Majorcus / Vor 5 Monaten

"Ihr wollt billigen Urlaub," von Stefan Meier - So ist es - das bekommen die Leute auch ...

Stefan Meier / Vor 5 Monaten

Ich kann mich übrigens noch gut erinnern, dass in Hamburg bei Platzregen regelmäßig die Kanalisation in die Alster übergelaufen ist. So lange ist das jetzt nicht nicht her.

Stefan Meier / Vor 5 Monaten

@cashman Vielleicht, zunächst zeigt es nur, dass Spanien im Vergleich zu Deutschland ein armes Land ist. Wer holt sich freiwillig gerne Deutsche und Engländer als Touristen ins Land. Da muss man schon sehr verzweifelt sein. Wenn das Durchschnittsgehalt nur 1.200 EUR beträgt, dann sind halt auch die,Steuereinnahmen niedrig. Ihr wollt billigen Urlaub, also bekommt ihr auch billige Infrastruktur. So einfach ist das.

cashman1 / Vor 5 Monaten

@Stefan Meier, wenn ich die Webcam-Aufnahmen aus Pollenca der letzten Monate heranzieh, kann es keinesfalls an den vielen Touristen liegen, Das ist Politikversagen.

Stefan Meier / Vor 5 Monaten

@Witte In Spanien wurde das Abwasser schon auf Corona untersucht, da hat Deutschland noch Karneval gefeiert. Das Problem mit den Klärwerken ist ja nicht, dass sie zu klein gebaut sind. Nur die Fäkalien werden halt immer mehr, weil immer mehr Touristen kommen. Jeden Toruismus-EUR kann man auch nur einmal ausgeben. Bei den ganzen Schäden sozial und ökologisch reicht es halt net aus. Wenn der Roland jetzt nach Kreta muss, dann ist der erste Schritt ja getan. Jeder Covidiot nach Kreta, zu Erdowahn oder Putin, dann reicht auch bald wieder die Kläranlage auf Malle.

Fäkalius / Vor 5 Monaten

Probennahme muss korrekt erfolgen , sonst kann man finden , was einem gerade in den Kram passt . Es ist eine wissenschaftliche Handlung , die nur von Fachleuten korrekt ausgeführt werden kann . Der Bürgermeister hat Recht - und hat sich noch recht milde ausgedrückt .

Kai / Vor 5 Monaten

Oh da gibt es aber ein Problem... Gut, dass wir an einem anderen Strand sind..Mal ernsthaft, auf Mallorca schwimmt man regelmäßig in Fäkalien, je nach Windrichtung und nicht nur gerade dort wo Mal wieder berichtet wird. Schwimmt im Pool oder Fahrt nach Griechenland, dafür zahlen wir Umwelt-Taxe hat Roland leider recht. Wertet nicht den Urlaub auf und ist auch nicht zielführend und gastfreundlich seine Gäste abzukassieren und in der Scheisse schwimmen zu lassen und ist auch kein neues Problem....

Majorcus / Vor 5 Monaten

Fäkalien in der Bucht & Stierkampf = Tradition, an der wird doch nicht gerüttelt ...