Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa. | Palacio de Moncloa

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Während die Regional-Regierung auf Mallorca die zweite Corona-Welle in den Griff zu bekommen scheint, sieht es in Teilen von Festlandspanien in dieser Hinsicht leider ganz anders aus. Was die besonders stark betroffene Region Madrid angeht, so ist Gesundheitsminister Salvador Illa nicht zufrieden mit den von der konservativen Regionalregierung getroffenen Maßnahmen.

Die hatte Restriktionen in 37 Bezirken der Hauptstadt beschlossen, wo hauptsächlich 500 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner registriert wurden, eine enorm hohe Zahl.

Die Zentralregierung will jedoch, dass Einschränkungen in erheblich mehr Vierteln und Orten eingeführt werden, also auch dort, wo weniger Fälle gezählt wurden. Jetzt liegt nach Medienberichten eine staatliche Übernahme und die De-facto-Entmachtung der Regional-Regierung der Hauptstadtgegend mit Hilfe des Paragraphen 155 der spanischen Verfassung im Bereich des Möglichen.

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Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol hatte in den vergangenen Wochen wiederholt gefordert, auch bei Einreisenden vom Festland Gesundheitskontrollen durchzuführen. Dieser Bitte jedoch ist die Zentralregierung bislang nicht nachgekommen.