Die Demonstranten blockierten zeitweise Palmas Innenstadtring Avenidas.

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Die verbotene Demonstration gegen die Schließung von Bars und Restaurants auf Mallorca vom vergangenen Dienstag wird für sieben Teilnehmer ein teures Nachspiel haben. Diese sollen mit Bußgeldern in Höhe von insgesamt 124.200 Euro belegt werden, wie die Vertretung der Madrider Zentralregierung auf den Inseln am Montag mitteilte.

Auf einen Teilnehmer kommen Strafzahlungen von 46.200 Euro zu. Ihm wird vorgeworfen, drei schwere und zwei leichte Vergehen begangen zu haben. Die erstgenannten schlagen mit 15.000 Euro pro Delikt zu Buche, die beiden anderen mit je 600. Der Mann soll andere Demonstranten per Megafon aufgefordert haben, in öffentliche Gebäude einzudringen und gewaltsam gegen Polizisten vorzugehen. Außerdem soll er vor dem Regionalparlament ein bengalisches Feuer entzündet haben. Ihm wird ferner vorgeworfen, einen Pflasterstein gegen einen Polizisten geschleudert zu haben.

Ein anderer Teilnehmer muss 15.600 Euro zahlen, weil er während des Demonstrationsmarschs für "Unruhe" gesorgt haben soll. Auch ihm wird vorgehalten, gewaltsam gegen Polizisten vorgegangen zu sein. Auf eine Frau kommen ebenfalls Bußgeldzahlungen von 15.600 Euro zu. Sie soll eine herausragende Rolle bei der Sperrung des Innenstadtrings Avenidas gespielt und Polizeibeamte wiederholt beleidigt haben.

Die Demonstration von Gastwirten gegen die zunächst für zwei Wochen verfügte Schließung von Bars und Restaurants war wegen einer angeblich erhöhten Ansteckungsgefahr mit Corona von der Vertretung der Madrider Zentralregierung verboten worden. Dennoch nahmen daran etwa 4000 Menschen teil. Am 22. Januar soll eine erneute Protestaktion stattfinden, diesmal in Autos.