Das Bahnnetz auf Mallorca soll ausgebaut werden. | Ultima Hora

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Die Regierung von Mallorca und den Nachbarinseln muss sich hoch verschulden, um den Haushaltplan für das kommende Jahr erstellen zu können. Es handele sich um 1,2 Milliarden Euro, meldete die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" am Montag unter Berufung auf offizielle Kreise. Der Haushalt muss vor Ende Oktober vom Kabinett verabschiedet werden.

Das Geld muss sich die Regierung der balearischen Ministerpräsidentin Francina Armengol von Banken und der Zentralregierung besorgen. Neben den neuen Schulden steht der Archipel bei den Gläubigern mit insgesamt 8,564 Milliarden Euro in der Kreide, wobei Madrid das meiste Geld zusteht. Dem balearischen Finanzministerium gelang es unterdessen dem Bericht zufolge, durch eine Refinanzierung von Schulden eine Ersparnis von 112 Millionen Euro zu erzielen.

Im Haushalt richtet sich das Augenmerk der sozialistisch geführten Inselregierung vor allem auf die Verkehrsinfrastruktur und den Bau von Sozialwohnungen. Das Bahnnetz soll ausgeweitet werden. Eine Straßenbahn zwischen dem Flughafen und der Innenstadt von Palma will die Regierung mit Mitteln aus EU-Fonds finanzieren.

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Die Schulden der Regionalregierung stiegen seit dem Jahr 2003 kontinuierlich an. Damals betrugen sie lediglich 858 Millionen Euro, heute sind es mehr als zehnmal mehr. Sowohl linke als auch konservative "Governs" häuften immer mehr Ausstände an.