Ex-Thomas-Cook-Chef bittet um Entschuldigung

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Thomas Fankhauser fuhr den Karren in den Dreck.

Thomas Fankhauser fuhr den Karren in den Dreck.

Foto: Thomas Cook

Der ehemalige Chef des pleitegegangenen Reisenkonzerns Thomas Cook, Peter Fankhauser, hat öffentlich um Entschuldigung gebeten. Es tue ihm sehr leid für die Kunden, die Mitarbeiter und die Geschäftspartner, dass er es nicht geschafft habe, die "ikonische Marke" zu retten, sagte der Schweizer am Dienstag im britischen Parlament.

Wenn er noch einmal anfangen könnte, würde er den Schuldenberg der Firma schneller abtragen. In seiner Zeit habe die Firma 1,2 Milliarden Pfund nur für Zinsen und Refinanzierung ausgegeben. Das habe ihn beim strategischen Umbau sehr eingeschränkt.

Der 59-Jährige war zusammen mit vier weiteren Ex-Managern und Aufsichtsräten vor den Wirtschaftsausschuss des Unterhauses zitiert worden.

Fankhausers Entschuldigung überzeugte die Ausschussvorsitzende Rachel Reeves indes nicht. Es würde aufrichtiger klingen, wenn Fankhauser seinen Bonus für das Jahr 2017 zurückzahlen würde, sagte die Labour-Abgeordnete.

Der Manager hatte für die Jahre 2018 und 2019 keinen Bonus kassiert. 2017 allerdings hatte er 750.000 Pfund erhalten, ein Drittel davon in nun wertlosen Aktien. 500.000 Pfund könnte der Insolvenzverwalter theoretisch zurückfordern.

Fankhauser wollte aber nicht freiwillig verzichten. „Ich werde darüber nachdenken, was richtig ist, aber ich werde nicht heute entscheiden“, sagte er. (it)

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Majorcus / Hace 17 days

@Harald: Sie haben völlig recht - ethisch-moralische Überlegungen zum Thema Gerechtigkeit sind überflüssig … - Hauptsache Andere ausnutzen.

Tuttifrutti / Hace 26 days

@Harald, sicherlich weil er so fleißig die Verluste addiert hat. Mich freut es auf jeden Fall, dass es so Menschen wie Sie gibt. Ohne Sie würde die Meinungsvielfalt doch stark dezimiert.........mir würde was fehlen.

Harald / Hace 26 days

@Tuttifrutti - nur mal so. Wer als Tatverdächtiger zur Vernehmung vorgeladen wird und auch noch hingeht, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Abgesehen davon, dass die Staatsanwaltschaft in ihrem Fall wahrscheinlich kein Ermittlungsverfahren eröffnet, weil hier nicht mal ein Anfangsverdacht vorliegt, würde sich Herr Fankhauser mit so einem Käse auch nicht eine Sekunde befassen. Und seinen Bonus soll er mal schön behalten. Steht ihm zu.

Petkett / Hace 27 days

Er hat gut grinsen, Kohle im Sack und der ist zu.

Majorcus / Hace 27 days

Eine persönliche Haftung von TOP-Managern würde waghalsiges Spekulations-Verhalten radikal reduzieren. Wer wählt die Politiker, die Manager-Haftung seit langem verhindern?

Tuttifrutti / Hace 27 days

@Harald, ob die zittern oder nicht schlafen können ist mir garnicht so wichtig. Betrug oder Insolvenzverschleppung ist ein Offizialdelikt dem die Staatsanwaltschaft nachgehen muss. Wenn irgendeiner dieser Herren schon mal zur Vernehmung vorgeladen und mit dem Vorwurf konfrontiert wird hab ich schon meinen Spaß. Die meisten Vorstände kommen mit ihrem Handeln nur durch weil es passive Menschen gibt die alles mit sich machen lassen. Und um mich brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Meine Kreditkarte gibt noch viele Urlaube und Flüge her.

Harald / Hace 27 days

Ja dann stelln se mal Anzeige Tuttifrutti. Da zittern die aber jetzt und können nachts nicht mehr schlafen vor Angst.

Darkaa / Hace 27 days

Was für ein Heuchler. Der Typ hat doch seine Schäfchen ins trockene gebracht.

Tuttifrutti / Hace 27 days

Ich möchte auch gerne was zurückfordern. Und zwar den gesamten Reisepreises der mir noch am Freitag den 20.09.2019 also drei Tage vor der am Montag verkündeten Insolvenz von meiner Kreditkarte abgebucht wurde. Ich werde auf jeden Fall Anzeige erstatten und prüfen lassen, ob die bevorstehende Insolvenz nicht schon am Freitag klar und dem Vorstand bekannt war. Dann hätte der Betrag am Freitag nicht mehr eingezogen werden dürfen. Für doppelten Spaß sorgte dann eine E-Mail am Montag Nachmittag mit folgendem Inhalt: Vielen Dank für ihre Zahlung