Das Rennen um den Corona-Impfstoff geht in die Schlussphase

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So sieht es aus, das Coronavirus.

So sieht es aus, das Coronavirus.

Foto: Wikipedia

Das Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus, das weiter die Welt und darunter auch Mallorca in Atem hält, geht in die Schlussrunde. Rund 25 Kandidaten befinden sich in klinischen Tests, knapp eine Handvoll haben bereits mit der letzten Phase der Entwicklung begonnen, bei der an Tausenden von Menschen geprüft wird, ob es eine statistisch signifikante therapeutische Wirkung gegenüber einem Placebo gibt.

Die beiden amerikanischen Firmen Pfizer und Moderna haben bereits diesen letzten Schritt vor der Zulassung gemacht. Pfizer ist zuversichtlich, schon im Oktober bei der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA den Antrag für eine Zulassung einreichen zu können.

Russland bereitet sich unterdessen darauf vor, schon Mitte August ein Präparat zulassen zu können, meldete etwa jüngst der TV-Kanal CNN. Der Gesundheitsminister Michail Muraschko kündigte bei der staatlichen Nachrichtenagentur Interfax an, dass medizinisches Personal im August gegen das Coronavirus geimpft werden solle.

Forscher der renommierten Universität von Oxford hatten schon vor längerer Zeit erste Erfolge verzeichnet. Für die groß angelegten Studien arbeiten die Wissenschaftler mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca zusammen. Im Gegensatz zu den russischen Forschern veröffentlichten die Briten zum Wirkstoff "AZD1222" bereits Ergebnisse in der Fachzeitschrift "The Lancet": Die Wirksamkeit wurde bereits bestätigt. Ehe der Wirkstoff möglicherweise Milliarden Menschen auf der ganzen Welt verabreicht wird, müssen allerdings sämtliche Bedenken ausgeräumt sein. Hierfür sind spezielle Studien bereits in Grossbritannien, Brasilien und Südamerika angelaufen.

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Mallorcajoerg / Vor 3 Tage

@ Majorcus. In der Saison 18/19 hat Pharma bei der Entwicklung des Impfstoffs mit einer Wirksamkeit von 21% versemmelt. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/wirksamkeit-des-grippeimpfstoffs-war-maessig/ Dennoch geht das RKI über mehrere Jahre von einer Wirksamkeit bei Grippeimpfungen von 41 bis 63% bei älteren Erwachsenen aus. https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html. Ist aber in diesem Zusammenhang völlig egal. Wer immer noch nicht begriffen hat, dass Grippe und Corona zwei unterschiedliche Virenarten sind, hat sich aus dem Kreis ernstzunehmender Gesprächspartner verabschiedet.

@Olaf Tausch Mit ihrem Post beweisen Sie vor allem eines: Null Ahnung. MRNA-Impfstoff heisst, dass er genbasiert ist. Nicht genverändernd! Biochemie: Sechs, setzen! Und wegen Contergan haben wir das Arzneimittel-Gesetz so, wie wir es heute haben. Dass wegen der Dringlichkeit die einzelnen Phasen der klinischen Prüfungen parallel durchgeführt werden, heißt nicht, dass sie entfallen. Und selbstverständlich ist die Pharmaindustrie in der Haftung! Wie, und vor allem bei wem hat sie sich den Ausschluss denn zusichern lassen? Bei Herrn Spahn, der WHO, weltweit, mit jedem Land separat, den Vertretern der neuen Weltordnung oder dem Kaiser von China? Quellen gibts dazu garantiert nicht. Und die Theke ihrer Stammkneipe gilt nicht als Quelle.

Olaf Tausch / Vor 4 Tage

@Majoricus: Nun, die Impfeffektivität schwankt nun mal von Jahr zu Jahr, deshalb meine Von-bis-Angabe. Aber vielleicht genügt es Ihnen zu wissen, dass die Effektivität der Grippeimpfung des vergangenen Jahres 2018/2019 lt. Robert-Koch-Institut etwa 21 Prozent betrug (siehe: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/wirksamkeit-des-grippeimpfstoffs-war-maessig/).

Majorcus / Vor 4 Tage

@Olaf: "Influenzaimpfstoffe, die lediglich saisonal abgewandelt werden, dabei jedoch auch nur zu 10 bis 25 % wirksam sind" - würden Sie bitte Ihre Quelle nennen?

Olaf Tausch / Vor 5 Tage

Was für ein Irrsinn. Eine Impfstoffentwicklung, die sonst etwa 10 Jahre benötigt, um validiert zu sein und schwere Nebenwirkungen auszuschließen, wird im Fall von SARS-CoV-2, einem mutierten Erkältungsvirus, das auch weiter mutiert und nächste Saison in abgewandelter Form daherkommt, in wenigen Monaten übers Knie gebrochen. Dabei soll es sich um einen mRNA-Impfstoff handeln, der menschliche Zellen genetisch verändert. Bei Pflanzen und Tieren sind genetische Veränderungen stark umstritten, obwohl sie beim Konsum der entsprechenden Produkte lediglich durch den Verdauungstrakt des Menschen gehen. Aber menschliche Zellen direkt durch einen Impfstoff zu verändern, ist kein Problem? Demgegenüber sind ja die jährlichen Influenzaimpfstoffe, die lediglich saisonal abgewandelt werden, dabei jedoch auch nur zu 10 bis 25 % wirksam sind und auch Nebenwirkungen mit sich bringen, geradezu harmlos. Und die den Corona-Impfstoff herstellende Pharmaindustrie hat sich schon mal zusichern lassen, keine Haftung für eventuelle Schäden übernehmen zu müssen. Hat man eigentlich aus dem Contergan-Skandal immer noch keine Lehren gezogen?

Majorcus / Vor 6 Tage

Bei der Überschrift kann man erkennen, dass der Autor das mit der Zulassung von Impfstoffen nur ansatzweise verstandnen hat ...

Roland / Vor 6 Tage

Ich glaube nicht daran, das dass so schnell geht. Da ich davon ausgehe, dass ich mich auf jeden Fall infiziert habe, aber mein Immunsystem einen Ausbruch verhindert hat, werde ich mich nicht so schnell impfen lassen. Ich gehöre zwar altersbedingt zur absoluten Risikogruppe, aber ich setze voll auf mein Immunsystem.