Mönchsgeier prallt gegen Lufthansa-Kranich - tot

Mallorca |
Der tote Mönchsgeier haftete auch nach der Landung noch am Bug der Lufthansa-Maschine in Palma.

Der tote Mönchsgeier haftete auch nach der Landung noch am Bug der Lufthansa-Maschine in Palma. Foto: R.S. / Ultima Hora

Nach dem Vogelschlag eines Mönchsgeiers gegen eine Lufthansa-Maschine im Landeanfluganflug auf Palma hat das Flugzeug auf Mallorca wegen Fluguntauglichkeit aus dem Betrieb genommen werden müssen. "Die Maschine muss von Technikern überprüft sowie eine Reparatur vor Ort ausgeführt werden", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Freitag.

Das Flugzeug aus München hatte sich am Donnerstagmittag über Santa Eugènia im Landeanflug auf den Airport von Palma befunden, als in 1523 Meter Höhe ein junger Mönchsgeier gegen den Bug der Maschine prallte. Das Tier kam durch den Zusammenstoß zu Tode, der Kadaver blieb an der Flugzeugspitze haften und war auch nach der glimpflich verlaufenden Landung dort zu sehen. Besatzung und Passagiere blieben unverletzt.

Ein Foto, das die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Freitag veröffentlichte, zeigt eine deutliche Delle in der Außenverkleidung der Maschine.

Das Flugzeug konnte den Rückflug nach München nicht mehr antreten, Lufthansa buchte die Fluggäste auf alternative Flugverbindungen um, hieß es aus der Pressestelle der Airline.

Die Mönchsgeierstiftung "Fundació per a la Conservació del Voltor Negre", die sich für den Schutz der gefährdeten Tierart stark macht, sprach ihr Bedauern über den Vorfall aus. Es habe sich um einen Jungvogel gehandelt, der in dieser Jahreszeit seinen Flugradius ausweitet und auch sein Revier im Tramuntana-Gebirge verlässt. Die Tierschützer warnten davor, dass es zu weiteren Ereignissen dieser Art kommen könnte.

Die Stiftung teilte mit, in diesem Sommer bereits sieben Anzeigen erstattet zu haben gegen Kleinflugzeuge und Hubschrauber, die die ausgewiesenen Brutplätze der Mönchsgeier überflogen hatte. In einem Fall hatte ein Helikopter vor ein paar Monaten bei Pollença bis zu 30 Mönchsgeier aufgeschreckt, die alle in die Luft flogen. Der Hubschrauerpilot konnte sich nur per Notlandung vor dem Vogelschwarm in Sicherheit bringen. (as)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Nudelauge / Vor über 2 Jahren

Bei diesem Vorfall bekommt der Begriff "blinder Passagier" eine ganz andere Bedeutung! :-)

Mike / Vor über 2 Jahren

Bratislav, und wenn du dich jetzt nochmals mit der Konstruktion der Türme beschäftigst, die als gerahmte Rohrstrukturen entworfen wurden um offene Etagen zu ermöglichen, und deren Außenhaut aus nicht mehr als Glas und ca. 15 Stahlstützen/ Seite bestanden, dann kommst vielleicht auch du noch dahinter dass es in dieser Höhe kaum "meterdicke Stahlarmierungen" geben konnte.

Bratislav Mitulski / Vor über 2 Jahren

Schon beachtlich, dass so eine Flugzeugnase die meterdicke Stahlarmierung des WTC durchschlagen konnte. Diese Verschwörungstheoretiker aber auch.