Unfreiwillige Schonzeit für die Stauseen

| | Palma de Mallorca |
Das wird teuer: Um die nur noch zu einem Viertel gefüllten Stauseen nicht weiter zu belasten, setzt die Stadt Palma de Mallorca

Das wird teuer: Um die nur noch zu einem Viertel gefüllten Stauseen nicht weiter zu belasten, setzt die Stadt Palma de Mallorca auf das teure Nass der Entsalzungsanlagen.

Foto: Pau Figuerola

Trotz einiger Regenfälle in den vergangenen Tagen bleibt die Situation der Wasserversorgung auf Mallorca weiterhin kritisch: Palmas Stadtwerke "Emaya" greifen seit dem 1. November nicht mehr auf die Stauseen Gorg Blau und Cúber zurück. Diese sind derzeit nur zu gut einem Viertel gefüllt. Vor einem Jahr um diese Zeit waren sie noch knapp halbvoll gewesen.

Wie die spanische Tageszeitung Ultima Hora berichtet, hatten die Reserven in den Stauseen in den vergangenen Wochen einen Anteil von rund zwölf Prozent am Trinkwasserkonsum von Palma gehabt, im Oktober 2015 hatte er 40 Prozent betragen.

Seit November ist nun erstmal Schluss damit. Stattdessen wird das Trinkwasser momentan zu 50 Prozent aus Brunnen bezogen, die allerdings ebenfalls kurz vor dem Austrocknen stehen. Deshalb sind die Entsalzungsanlagen immer noch voll im Einsatz: Sie liefern 45 Prozent des Trinkwassers für Palma, bringen allerdings auch die höchsten Kosten mit sich. Allein im Jahr 2016 werden rund 8,6 Millionen Euro für das entsalzene Wasser veranschlagt. Weitere fünf Prozent von Palmas Trinkwasser werden aus Quellen gewonnen. (somo) 

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Lothar / Vor über 3 Jahren

.... nicht zu vergessen, in Palma mal nachzufragen, warum die gesamten Grünflächen, Blumenarangements etc. mit Trinkwasser gewässert werden...

Mike / Vor über 3 Jahren

Nudelauge, nicht nur da ansetzen. Auch das löchrige Netz stopfen, in Wohnanlagen zwingend Wasserzähler einführen, und und und.... Alles andere ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein...

Nudelauge / Vor über 3 Jahren

Vielleicht sollten die Verantwortlichen auf Mallorca die Verschwender (z.B. Golfanlagen) im Sinne der Schadenersatzhaftung zur Verantwortung ziehen. So, wie es sich laut Bericht darstellt, werden nun alle Wasserbezieher zur Kasse gebeten.