Armut steigt auf Mallorca viel rasanter als im Rest von Spanien

| | Mallorca |
Schlange vor Essensausgabestelle von Palma.

Schlange vor Essensausgabestelle von Palma.

Foto: Ultima Hora

Nirgendwo anders ist in Spanien die Armut angesichts der Corona-Pandemie derart deutlich gestiegen wie auf den Balearen und den Kanarischen Inseln. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag vorgestellten Studie der Complutense-Universität in Madrid und der Universität Oxford. Die Autonomieregion Navarra ist dagegen die Gegend, wo Corona am wenigsten zusätzliche Armut verursacht hat.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass der Anteil armer Menschen in Spanien um zehn Punkte auf 25 bis 35 Prozent ansteigen könnte. Weil Mallorca und die Nachbarinseln besonders abhängig vom Tourismus sind, ist es laut der Studie hier sogar möglich, dass der Armenanteil sogar um 19 Prozent zunimmt.

Hier eine Auswahl der Initiativen, die auf Mallorca in Not geratenen Menschen helfen:

Associació Tardor: Diese Tafel organisiert warme Mahlzeiten und verteilt auch Lebensmittelpakete. Siehe auch die MM-Reportage Top-Köche auf Mallorca helfen Menschen in Not. Lebensmittelspenden in die Carrer de la Reina Constanza 10, Palma. Spendenkonto: Caixa Bank, ES07 0133 0149 6441 0000 2865. BIC: CAIXESBBXXX. Es gibt die Möglichkeit, über teaming.net 1 Euro pro Monat zu spenden.

Mallorca Sense Fam: Lebensmittel können am Dienstagnachmittag oder Mittwochmorgen in der Carrer Vinyet 9, Bajos in Palma abgegeben werden. Spendenkonto: Bankia: IBAN ES80 2038 9981 9760 0127 6596.

Hope Mallorca: Lebensmittelspenden montags, mittwochs und freitags von 9 bis 9.30 Uhr in der Carrer Bernat i Vidal Tomas 72 in Santanyí. Andere Termine über info@hope-mallorca.org. Spendenkonto: Hope Mallorca e.V., Banco Cajamar Santanyí, IBAN ES96 3058 4516 4327 2000 8258, BIC: CCRIES2AXXX, CIF: ES G01977115.

Lions Club Palma: Die Initiative des Lions Club „Comida para todos“ (Essen für alle) sammelt bereits seit zehn Jahren Lebensmittel aus den Lidl-Märkten auf Mallorca ein und befördert sie in einem Transporter zu den lokalen Hilfsorganisationen der Insel. Spendenkonto: Caixa, ES62 2100 4379 6302 0005 0026. BIC: CAIXESBBXXX.

Rotary Club de Calvià Charity: Spendenkonto: Banca March, IBAN ES06 0061 0178 5200 1993 0114.

Fundación Rafa Nadal: Der Tennisstar unterstützt die Lebensmittelbank. Spendenkonto: IBAN ES11 0081 7065 4400 0146 7748, BIC: BSABESBB.

European Accounting: Das Steuerberaterbüro unterstützt die „Associació Tardor" und die „Fundació Monti-Sion Solidària”. Siehe dazu auch den MM-Bericht „Ein Herz für Mallorca”: European Accounting organisiert 46.000-Euro-Spende. Spendenkonto: La Caixa, IBAN: ES04 2100 3793 6122 0038 9151, SWIFT: CAIXESBBXXX.

Kölsche Kraat hilft e.V: Der Verein von „Unter uns”-Star Ramon Ademes sammelt Lebensmittel und Babybedarf und transportiert sie nach Mallorca. Spendenkonto: Volksbank Bonn Rhein-Sieg, IBAN: DE52380601867011837012, BIC/SWIFT CODE: GENODED1BRS, BLZ: 380 601 86.

Barber Angels: Lebensmittelspenden montags 17 bis 20 Uhr, donnerstags 11 bis 13 Uhr, Passeig Maritim 40 A (Ice Rolls), Cala Bona oder bei Cut for Cut (deutscher Friseur), Av. Bon Temps 30 in Cala Millor. Spenden: PayPal-Konto: info@barberangels.es.

Santa Ponsa Food Bank: Lebensmittelspenden in der Calle de Hug de Mataplana 22 A, Spendenkonto: Santa Ponsa Community Church, IBAN : ES41 0049 5903 6927 9501 9755, BIC/SWIFT: BSCHESMM.

Helfen schmeckt gemeinsam besser: Ute Schoormann und Kathleen Thomas vom Personaldienstleister "K3 Services" unterstützen kleine Inselwinzer, indem sie deren Rebensaft nach Deutschland transportieren. Um nicht leer zurückzufahren, wird der Trip auf die Insel als Hilfstransport genutzt. Mehr Infos auf Facebook unter "Helfenschmecktgemeinsambesser" oder auf der Homepage www.helfenschmecktgemeinsambesser.de

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Stefan Meier / Vor etwa 18 Stunden

@Michael Lustig, wie schnell sich alles verklärt, wenn ein paar Wochen und Monate ins Land gegangen sind. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie Wirte am Ballermann Horden von Touristen ohne Masken und Abstand bewirtet haben. Das Problem ist, dass auf Malle alle immer nur den kurzfristigen Profit sehen und nie die langfristigen Folgen. Gilt im Kleinen wie im Großen. Na, dann müssen sie es halt auf die harte Tour lernen.

Pedro / Vor etwa 18 Stunden

Wie schön war die Insel in den 60er70er Jahren, ich erinnere mich noch das man auf der Landstrasse von Palma in den Norden noch 2 Std. und mehr brauchte. Die Bauern verkauften am Strassenrand Gemüse und Obst, und die Küstenorte waren romantische Fischerdörfer, mit einheimischen Lokalen , die Strände leer und keine Hotelburgen wie heute in Cala Milor Sacoma etc. - Die wenigsten Residenten und Zweitwohnungsbesitzer hätten wohl etwas dagegen wenn wir da wieder hinkommen, wer braucht Hamburger, Pizza,Dönner,Bratwurst Buden , Biergarten, Chicy Micky bars mit Caipi und Champus an den Promenanden....... Back to thr roots und Mallorca lebt wieder vom Fischfang und von der Landwirtschaft, mit dieser kann man dann die wenigen Reisenden ökologisch und aus lokaler Umgebung versorgen.

Freedomfighter / Vor 1 Tag

Ach was? Corona macht frei? Oder war es die Spritze? Oder Arbeit?

Michel / Vor 1 Tag

Armut auf Mallorca, das sind doch fake news 📰, die ArmeGol hat sich doch wirklich viel Mühe gegeben mit den blühenden Landschaften und keinem wird es nach Corona schlechter gehen. Ihr dürft nicht immer nur jammern, nur immer fest an die „Systemrelevanten Zwirbellogen“ glauben und selbst Kennedy hat es schon gewusst, fragt einfach mal, was ihr für Euer Land tun könnt. Also nicht verzagen, die ArmeGol fragen, nach der 4. Welle wird’s exponentiell aufwärts gehen. Im Moment müsst ihr euch aber noch mit den Gespritzten zwischen 80 und Scheintod mit dem Rollator begnügen.

Gloria / Vor 1 Tag

@MM. das bild habt ihr schon vor 3 Wochen gebracht, die Schlange ist nicht länger oder kürzer geworden, vielleicht schickt ihr mal aktuelle Bilder

Carlos / Vor 1 Tag

Ob die Menschen in Schweden auch so in Armut geraten sind? Vielleicht sollten die Balearischen bzw. Spanischen Diktatoren bzw. Ministerpräsidenten mal an Rücktritt denken und sich nicht nach 6 Monaten Lockdown für Ihre gelungenen Maßnahmen loben..

Michael Düsseldorf / Vor 1 Tag

@Roland Gehen wir noch mal die Kernaussagen des Beitrags von der Deutschen Welle durch, die sich direkt auf Tourismus beeziehen: Franco hat Spanien für den Tourismus geöffnet, wodurch viele Firmen viel Umsatz und viele Leute einen höheren Wohlstand erreichten. In der Folge dieser Förderung enstand der Ballermann und Magaluf. Hohe Hotels in Magaluf haben das Meer dreckig gemacht. In Calvia gibt es 60.000 Hotelbetten. Bißchen dünn begründet für die plakative Überschrift "Tourismus-Falle". Denn gerade Unternehmen der Tourismusbranche - und dazu zähle ich bezogen auf Kerndestinationen auch alle angegliederten Branchen vom Café bis zum Autovermieter - haben seit Beginn 2020 alle erdenklichen Maßnahmen zur Verbreitung des Corona-Virus und der Kontrolle der Einhaltung geleistet. Also ganz so einfach kann man regierende Politiker nicht aus der Verantwortung herusmogeln. Ach ja, Deutsche Welle halt.

Roland / Vor 1 Tag

Mallorca in der Massentourismus-Falle Mallorca erlebt eine nie dagewesene Armut, die diesmal auch viele bisher wohlhabende Ausländer trifft. Die nächste Saison wird sie nicht retten. Die Wirtschaft muss umdenken - nicht nur wegen Corona.

https://www.dw.com/de/mallorca-massentourismus-armut-corona/a-56572664

Stefan Meier / Vor 1 Tag

Von Valencia lernen heißt siegen lernen. Am Wochenende darf man seit 2 Wochen die Gemeinde nicht mehr verlassen. Hält sich natürlich niemand dran. Pro Tag werden 1.000 multas verhängt. Damit kann man dann locker allen Bars ein paar Tausender Kompensation zahlen. Ich find's gut, weil die bezahlen, die sich nicht an die Regeln halten. Mallorca muss einfach die Restriktionen verschärfen, dann fließen die Strafen von ganz alleine. Die kann man dann großzügig verteilen. Dann noch ein Sonderopfer Malle für alle ankommenden Fluggäste. 50 EUR von jedem. Dann hat man am Ende mehr raus, als ohne Corona.