Papageifisch. Diese Art ist in den Gewässern der Kanarischen Inseln sehr verbreitet und wird immer häufiger auf den Balearen registriert. | David Díaz Viñolas / Caib

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Auf Mallorca nehmen die Sichtungen seltener und ungewöhnlicher Fische zu. Die Datenbank für merkwürdige Fische (im Sinne von "würdig zum Merken") erhielt in diesem Jahr 55 neue Einträge zu 17 verschiedenen Arten. Ins Leben gerufen wurde die Erfassung im Jahre 2015 durch das balearische Umweltministerium.

Die neuen Einträge entfallen zu 49 Prozent auf Mallorca, gefolgt von Ibiza (22 Prozent), Formentera (18) und Menorca (11).

Die meistgenannte Art in diesem Jahr ist der Papageifisch (Spanisch: Vieja, Lateinisch Sparisoma cretense) mit 7 Aufzeichnungen und 11 Exemplaren, die an verschiedenen Orten entlang der Küste Mallorcas beobachtet wurden. Diese Fischart ist in den Gewässern der Kanarischen Inseln sehr verbreitet und wird immer häufiger auf den Balearen registriert, was möglicherweise auf die Erwärmung des Meeres zurückzuführen ist, teilte das Umweltministerium am Samstag mit.

Sechsmal nachgewiesen wurden Schmetterlingsrochen (Spanisch: Mantelina, Lateinisch Gymnura altavela), deren Vorkommen an den balearischen Küsten sehr selten ist, sich jedoch auszubreiten scheint.

Sechsmal nachgewiesen wurden Schmetterlingsrochen. Foto: Pedro Martí
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Ziel der sogenannten Dapera-Datenbank ist es, Hinweise auf seltene Tierarten in den Gewässern des Archipels zu sammeln. Seit ihrer Einrichtung wurden mehr als 200 Meldungen registriert und anschließend von Meeresbiologen und Mitarbeitern des Ministeriums überprüft.

Die Experten hoffen, auf diese Weise Daten über neue Tierarten zu erhalten, die etwa seit der Öffnung des Suezkanals aus dem Roten Meer ins Mittelmeer gelangen oder aus dem Atlantik einwandern. Auch die Zunahme des Seeverkehrs oder der Klimawandel könnten das Aufkommen der Tierarten beeinflussen.

Interessierte Spaziergänger, Schnorchler, Taucher und Angler können ihre Beobachtungen direkt über ein Formular melden, das auf der Website des Artenschutzdienstes des Ministeriums zu finden ist.

Abgefragt wird nach Kontaktinformationen, Daten zur Beobachtung (Art, Gewicht, Länge der Fische) und zum Fundort (Koordinaten, Tiefe) sowie nach einem Foto zur Bestätigung der Daten.