Pedro Sánchez bei seiner Ansprache nach dem Treffen mit König Felipe in Palmas Almudaina-Palast. | J. Morey

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Spaniens Premierminister Pedro Sánchez ist an diesem Dienstag mit König Felipe VI. auf Mallorca zu einem Arbeitsgespräch im Almudaina-Palast gleich neben der Kathedrale von Palma zusammengekommen. Das "Sommerbüro" des Premierministers gilt traditionell als Startschuss für die Sommerpause in Spanien, ehe im September in Madrid der politische Betrieb wieder aufgenommen wird.

Sánchez kündigte auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen an, dass der Zugverkehr auf Mallorca nun doch vom 1. September bis Jahresende von Madrid zu 100 Prozent finanziert wird. Hier hatte es Streit gegeben, nachdem die Zentralregierung angesichts der hohen Inflation angekündigt hatte, dass Mehrfahrtenkarten in Madrids Cercanías-Zügen, in Rodalies-Zügen in Katalonien und in konventionellen Mittelstreckenzügen von Renfe landesweit völlig kostenlos ausgestellt werden sollen. Die Kanaren und die Balearen waren von dieser Regelung zunächst ausgenommen. Nun die gute Nachricht für Mallorca: auch hier wird Bahnfahren bis Jahresende gratis sein.

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Einzelfahrscheine oder Fahrscheine für Fernreisen sind von dieser Maßnahme ausgenommen. Eine Mehrfahrtenkarte umfasst mindestens 10 Hin- und Rückfahrten.
Um den stark steigenden Energie- und Inflationsraten entgegenzuwirken, waren die Preise für den öffentlichen Nahverkehr in ganz Spanien bereits um die Hälfte gesenkt worden.

Für Dienstagnachmittag war noch eine Zusammenkunft Sánchez' mit der balearischen Ministerpräsidentin Francina Armengol geplant. Der Sprecher der Balearen-Regierung, Iago Negueruela, lobte indes die Gesprächsbereitschaft von Sánchez bezüglich der Finanzierung der Inselgruppe, um die seit Jahren ein Streit zwischen Palma und Madrid tobt. "Aus 855 Millionen Euro Fördermitteln sind nun sogar 860 geworden", so Negueruela.