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Die weiten Felder, die das Dorf umgeben, trägt Campos im Namen. Das Wort ist lateinischen Ursprungs und bedeutet Felder, Äcker. Das schon allein gibt klar zu erkennenm, wie erdverbunden und verwurzelt die Einwohner des Dorfes im Süden Mallorcas sind. Mehr noch: der Flurname geht vermutlich auf die römischen Siedler zurück und hielt sich auch während der Mauren-Herrschaft. Er stand Pate, als Mallorcas König Jaume II. Im Jahre 1300 die Gründung der Stadt („vila”) Campos anordnete.

Schon den alten Römern lag viel an der Region mit ihrer flachen bis hügeligen Weite. Denn auf dem Gemeindegebiet befinden sich die einzigen Quellen der Insel, aus denen mineralisches Heilwasser strömt. Im 19. Jahrhundert wurde dort ein kleines Kurzentrum „Banys de Sant Joan de la Font Santa” eröffnet, das sich bis in die heutige Zeit erhalten hat. Diverse Projekte, das Thermalbad mit Hilfe deutscher Investoren auszubauen, verliefen im Sande.

Sand ist der andere „Reichtum” der Gemeinde. Der naturnahe Strand von Es Trenc lockt im Sommer Zehntausende Besucher an. Gerne hätten Baufirmen an seinem Rand Wohnsiedlungen errichtet. Doch da die Vorhaben illegal begonnen worden waren, mussten die Arbeiten gestoppt werden. Seit vielen Jahren sind die Bauruinen von Ses Covetes am Strand zu sehen, ohne dass bislang die Abrissbagger angerückt sind.

Die Gemeinde beklagt beständig, dass sie mit ihrem Strand letztlich kaum Einnahmen erzielen kann. Sie fordert deshalb Hilfen auf höherer Verwaltungsebene.