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Ob es den anderen passt oder nicht, es muss einmal gesagt sein: Llucmajor hat nicht nur einen der schönsten zentralen Marktplätze unter den Dörfern der Insel, sondern mit dem Colón auch das hübscheste Café, dass sich auf Mallorca finden lässt. Es befindet sich direkt an der Plaza España. Diese wiederum entfaltet ihre Pracht auch deshalb, weil viele der sie umgebenden Häuser aus den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen. Das Rathaus am Platze ist sogar noch älter. Es wurde 1882 errichtet.

Die Kommune ist mit 327 Quadratkilometern die größte der Insel. Zu ihr zählen auch der verbaute Winkel von S'Arenal an der Playa de Palma, die Urbanisationen Cala Blava, Badía Grand, Las Palmeras und Sa Torre. Eine so weitläufige Gemarkung ist natürlich reich an Fabeln und Legenden. So soll einst ein Riese mit einem Sack Steinen über das Meer gewandelt sein. Als schwimmende Schuhe dienten ihm zwei Schiffe. An der Küste von „Lucke”, wie deutsche Residenten den Ortsnamen liebevoll verballhornen, kam der Riese ins Straucheln. Sein Stab bohrte sich ins Land und hinterließ die schamle Bucht von Cala Pi. Der Sack Steine fiel ins Land - und bildete den Randaberg. Von seinen Felsen übrigens stieß vor vielen Jahren ein Totengräber aus Llucmajor seine eigene Mutter imStreit in den Tod.

Auch König Jaume III. verlor 1349 auf den Feldern desDorfes das Leben sowie seinen Thron, sein Königreich und sogar den Kopf. Das Haupt wurde ihm mitten im Schlachtgetümmel abgeschlagen. Beklagenswert. Denn eigentlich ist es viel netter, in Llucmajor lediglich das Herz zu verlieren.