Verständnis füreinander aufbringen
Warum Deutsche und Mallorquiner in turbulenten Zeiten zusammenhalten sollten
Mallorca will uns nicht mehr! Diese Schlagzeile war in den vergangenen Wochen in so manch einer Zeitung in Deutschland zu lesen, sie sorgt für Auflage und Klicks. Ihr liegt aber eine Fehlinterpretation zugrunde. Bei den jüngst in Palma (genau wie in anderen Städten Spaniens) abgehaltenen Protestzügen handelte es sich genauso wenig um „Anti-Tourismus-Demos” wie bei der Strandbesetzung im Caló des Moro. Vielmehr waren diese Proteste Ausdruck eines wachsenden Unmuts in der Bevölkerung über das Gefühl des Verdrängtwerdens und der Überfüllung sowie die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt. Symptome einer Großstadt zwischen Ausverkauf und Gentrifizierung. Randnotiz: Solche Demonstrationen gibt es in Berlin seit Jahren und die meisten haben Verständnis dafür. Genau dieses Verständnis sollten wir auch den Mallorquinern, von denen die überwiegende Mehrheit ganz genau weiß, wie wichtig der Tourismus für die Insel ist, gegenüber aufbringen. Das sind wir Ausländer, die hier leben oder einen Teil des Jahres (zumindest aber unseren Urlaub) hier verbringen, ihnen schuldig.
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